Richtiges Heizen – das ist mein Thema

  • Richtiges Heizen und Lüften, damit Schimmel vermeiden und Heizkosten senken – jetzt ganz besonders wichtig!

 

Insbesondere in der jetzigen kalten Jahreszeit ist richtiges Heizen und Lüften sehr wichtig. Warum? Es geht darum Heizkosten zu senken und Schimmelbildung in der Wohnung zu vermeiden. Durch korrektes Verhalten beim Heizen und Lüften können Sie nicht also nur bares Geld sparen, sondern Sie können auch zu einem, ihrem,  gesunden Raumklima beitragen.

Merken! Kann die Raumluft nicht die gesamte Feuchtigkeit aufnehmen, kommt es zwangsläufig zu Kondensation und zu sich niederschlagender Nässe an Wänden und Fenstern.

Konstante Temperaturen einhalten

Grundsätzlich sollten im Wohnbereich, ob im Haus oder in der Eigentumswohnung,  Temperaturen zwischen 18 und 21 Grad nicht unterschritten werden.

Die korrekte Temperaturvorgabe auf dem Thermostat ist entscheidend…

Die Heizung sollte deshalb nie ganz abgestellt werden. Der Grund: Ständiges Auskühlen und Wiederaufheizen ist wesentlich teurer als das konstante Halten einer abgesenkten Durchschnittstemperatur. Beachten! Die Türen zwischen unterschiedlich beheizten Räumen sollten immer geschlossen sein. Richtiges Lüften bedeutet durchschnittlich 15 min -20 min Stoßlüften: Die Fenster und Innentüren sind dabei ganz zu öffnen, damit eine diagonale Luftströmung ermöglicht wird. Eine Fensterkipplüftung ist völlig ungeeignet und bauschädigend. Durch Kipplüftung wird darüber hinaus wertvolle Heizenergie verschwendet. Schlimmer noch es werden Teilbereiche der Außenwände besonders stark abgekühlt. Die Folge: es entstehen gefürchtete Kältebrücken an denen sich schnell Feuchtigkeit niederschlägt. Die Gefahr der Schimmelbildung besteht hier besonders.

Lüften ja aber wie und wann?

Zu lüften gilt es auch dann, falls es draußen regnet. Die Außenluft ist dann immer noch trockener als die warme Zimmerluft. Wann? Vormittags und nachmittags alle die Räume lüften, in denen sich Personen aufgehalten haben. Abends einen kompletten Luftwechsel in der ganzen Wohnung vornehmen. Bei Abwesenheit tagsüber reicht es auch aus, morgens und abends Stoß zu lüften. Große Mengen von sichtbarem Wasserdampf, z. B. durch Kochen, sofort nach außen leiten. Durch das zusätzliche Schließen der Zimmertür wird verhindert, dass sich der Dampf im Haus oder in der Wohnung verteilt. Falls die Wäsche zwangsweise in Wohnräumen getrocknet werden muss, dann sind die betroffenen Räume öfter zu lüften. Die jeweiligen Innentüren sind selbstverständlich geschlossen zu halten. Auch nach dem Bügeln sollte gelüftet werden. Eine allgemeine Faustregel: Je kühler die Zimmertemperatur, desto öfter lüften! (ws)

Richtig lüften – immer unterschätzt

Größere Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht kennzeichnen derzeit den Übergang vom Winter zum Frühling: Die Nächte, wie in der letzten Woche noch teilweise frostig, sorgt die Sonne aber tagsüber mitunter schon für sehr angenehme Temperaturen. „Trotz lauer Temperaturen dauert die Heizperiode in der Regel bis zu 9 Monaten an. Viele Menschen heizen noch bis in den Mai hinein. In dieser Übergangszeit gilt es, keine Energie durch unüberlegtes Verhalten zu verschwenden und auch das Lüftungsverhalten den sich ändernden Witterungsbedingungen anzupassen“, rät Florian Voigt, Projektmanager der „Hessischen Energiespar-Aktion“.
Empfehlungen zum richtigen Heizen: − In Wohn- und Arbeitsräumen reicht eine Temperatur von 20° Celsius aus. Nachts sollte die Temperatur auf etwa 16° Celsius abgesenkt werden, denn wer die Raumtemperatur nur um 1° Celsius senkt, spart rund sechs Prozent der Heizkosten. Es sollte aber bedacht werden, dass eine zu niedrige Raumtemperatur die Schimmelbildung begünstigt. In der Übergangszeit sollte öfter und länger gelüftet werden, etwa aller zwei Stunden 10 bis 15 Minuten pro Lüftungsvorgang. Merke: Je wärmer die Außenluft ist, desto mehr Feuchte enthält sie. Deshalb kann nicht so viel von der überschüssigen Feuchte aus den Wohnräumen, insbesondere Küche, Bad und Schlafräumen, aufgenommen werden. Auf Dauerlüften mit angekippten Fenstern sollte grundsätzlich verzichtet werden. Dauerlüften kühlt die Laibung (der seitliche bzw. obere, innen liegende Wandbereiche, z.B. bei Fenstern und Türen) einseitig ab, das führt zu Kältebrücken und damit zur Gefahr der dortigen Schimmelbildung. Beim Lüften sollten die Heizkörperventile immer geschlossen sein und Heizkörper sollten generell nicht durch Möbel oder ähnliches verbaut oder zugestellt werden. Die Luft kann sonst nicht zirkulieren. Bleiben einzelne Räume ganz unbeheizt, sollten die Türen zu beheizten Räumen hin geschlossen bleiben. Für ausreichende Lüftung auch dieser Räume ist jedoch Sorge zu tragen. Thermostatventile an Heizkörpern sollten dann auf die Position “Frostschutz” eingestellt werden. Eine nachträgliche Dämmung von Rollladenkästen ist oft sinnvoll. Auch Reflexionsplatten zur Dämmung von bestehenden Heizkörpernischen können situationsverbessernd wirken. Zugezogene Vorhänge und Jalousien vor den Fenstern tragen nachts zur Energieeinsparung bei. (ws)