Schadstoffe meiden

Schadstoffe, die belasten

Das Thema Schadstoffe beschäftigt mich schon einige Jahre! Wer jedoch glaubt, dass die gewonnenen Erkenntnisse der letzten Jahre zu einer deutlichen Reduzierung der Schadstoffe der im Handel erhältlichen und in der Baupraxis verwendeten, meist gängigen Baustoffe, geführt hat, der irrt gewaltig. Es geht nicht nur darum die verschiedensten Arten von Schadstoffen zu identifizieren, sondern auch unterschiedlichste Kriterien für deren Schädlichkeit zu verstehen. Denn ob ein Stoff wirklich schädlich für uns Menschen ist, hängt insbesondere von dessen Toxizität und von der jeweiligen Konzentration mit der Menschen belastet werden ab.img_2092-2 Aber auch die Art und Weise der Aufnahme, ob oral durch Verschlucken, über die Haut oder über die Atemwege, ist sehr wesentlich. Ein bedeutender Faktor bei der Beurteilung der Schadstoffe liegt in deren Mobilität. Ist der Schadstoff in Werkstoffen fest gebunden, ein austreten somit verhindert, dann geht vom Bauteil auch keine direkte Gefahr für die Nutzer aus. Dies gilt jedoch nur so lange dieser Staus Q unangetastet bleibt! Ein typisches Beispiel ist die zu Gunsten von LED Sparleuchten aus der Mode gekommene Energiesparlampe mit gasförmiger Quecksilberfüllung. In dieser ist das hochgiftige Gas hermetisch eingeschlossen, es besteht somit keine direkte Gefahr des Gasaustritts. Wird die Energiesparlampe zerstört, aber sofort! Dieses Beispiel zeigt, dass sich ein Schadstoff nicht immer gleich als schädlich für uns erweisen muss, sondern dass noch einige weitere Faktoren darüber entscheiden, ob und in welchem Ausmaß unsere wohngesunde Umgebung durch einen Stoff gefährdet wird. Im Hinblick auf die schwer nachzuweisenden Wechselwirkungen verschiedenster Schadstoffe in Kombinationen  miteinander, sollten Schadstoffe soweit es möglichst ist, vermieden bzw. minimiert werden. Um Gewissheit zu bekommen, hilft in der Regel eine Schadstoffanalyse.

Welche Schadstoffe gibt es?

Leicht- und schwerflüchtige Schadstoffe – Zu den leichtflüchtigen Stoffen zählen Formaldehyd sowie klassische Lösemittel. Formaldehyd ist häufig in Innenräumen zu finden, da es unter anderem in Spanplatten, Möbeln, Lacken enthalten sein kann. Klassische Lösemittel  kommen  in Klebern, Farben, Lacken, Bodenbelägen, Wand- und Deckenmaterialien oder auch Möbeln vor. Sie sind meist am spezifischen Geruch erkennbar, werden überwiegend durch die Atmung aufgenommen und können in Folge Kopfschmerzen, Übelkeit, Unwohlsein und sogar Schlafstörungen verursachen. Neuer Fußbodenbelag oder auch Tapeten können die Ursache sein! Oftmals hilft hier schon ein gründliches Lüften! Die Schadstoffe werden so in der Regel aus der Raumluft entfernt. Bei anhaltender Belastung kann es jedoch notwendig werden, die Quelle zu beseitigen. Weichmacher hingegen sind schwerflüchtige Stoffe. Weichmacher werden spröden Materialien zugesetzt, um diese biegsam oder dehnbar zu machen. Sie sind in Kunststoffen, Lacken, Anstrich- und Beschichtungsmitteln, Dichtungsmassen, Kautschuk- und Gummi-Artikeln sowie in Klebstoffen zu finden. Sie können starke gesundheitliche Schäden hervorrufen, da sie über einen sehr langen Zeitraum austreten. Für die Sanierung gilt: Die erfolgreichste Methode wäre, sämtliche Weichmacherquellen komplett zu entfernen. Da sich dies heute aber kaum noch realisieren lässt, gilt es, Weichmacher weitestgehend zu vermeiden, z.B. durch den Einsatz von Massivholz- statt Spanholzmöbeln.

Schwermetalle und partikelförmige Stoffe:

So genannte Schwermetalle wie Arsen, Blei, Kupfer, Nickel gehören auch zu den Schadstoffen, die gelegentlich im Wohnraum auftreten können, allerdings ist das eher selten. In der Regel wird man im Altbau mit ihnen konfrontiert. Sie können in Farbpigmenten oder älteren Holzschutzmitteln auftreten, in Fehlbodenschüttungen oder in vorhandenen Bodenbelägen. Somit ist bei Renovierungsarbeiten im oder am Altbau Vorsicht geboten. Beispielsweise kann das Abbeizen schwermetallhaltiger Farben zu Vergiftungen führen. Faserhaltige Materialien (z.B. aus Asbest) können durch Bearbeitung in die Atemluft gelangt über die Lunge aufgenommen, dem menschlichen Organismus langfristig Schaden zufügen. Stößt man bei Renovierungsarbeiten auf alte faserhaltige Materialien, ist Vorsicht geboten, denn es könnte sich dabei um Asbest oder andere gesundheitsschädliche Mineralfasern handeln. Die Sanierung von asbestbelasteten Gebäuden ist heute gesetzlich geregelt – sie ist sehr aufwendig, teuer und darf nur durch spezielle Fachleute erfolgen.

Biogene Stoffe

Schimmelpilzsporen sind fast in jedem Innenraum zu finden und ungefährlich. Zu einer Gefahr durch eine verstärkte Schimmelpilzbelastung und -vermehrung  kommt es nur dann, falls ein geeigneter Nährboden durch Baufehler oder auch durch Fehlverhalten der Bewohner vorhanden ist oder geschaffen wird. (siehe dazu meine Darlegung zum Thea Schimmel) Eine dauerhafte Belastung des menschlichen Organismus durch eine hohe Konzentration von Schimmelsporen kann das Immunsystem sehr stark angreifen. Chronische Atemwegserkrankungen können die Folge sein!. Wird ein Schimmelbefall erkannt, sollte umgehend die Ursache abgeklärt und diese zeitnah abgestellt werden!

Gesundheitliche Probleme finden oft Ihren Ursprung in bekannten oder auch unbekannten den Belastungen aus unserem unmittelbaren Wohnumfeld! Diese Belastungen sind sehr vielgestaltig und oft noch ursächlich überlagert! Eine nachhaltige Untersuchung wird die relevanten Ursachen finden. Ich berate Sie schlussfolgernd den richtigen Weg, die richtige Maßnahme zur Schadensbekämpfung zu beschreiten.

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