Garage oder Carport – das ist doch die Frage

Die Bauentscheidung ob Garage oder Carport ist eine Entscheidung von ganz grundsätzlicher Natur. Ihr liegt die Absicht zu Grunde ihr Auto vor dem direktem Witterungseinflüssen zu schützen und im Idealfall trockenen Fußes aus dem Auto bis ins Haus bzw. wieder zurück gelangen. Beachten Sie! Der Bau einer Garage ist in der Regel deutlich kostenaufwendiger als der eines Carports.

Genehmigungstechnisch wird für den Bau einer Garage in jedem Falle eine Baugenehmigung nötig. Bei den Carports, also den offenen, aber überdachten Unterstellmöglichkeiten, wird das je nach Bundesland sehr unterschiedlich gesehen und gefordert. Einige deutsche Bundesländer haben das Verfahren für so genannte Carports sehr vereinfacht und gestatten den Bau des Unterstandes für Ihr Auto unter bestimmten Voraussetzungen auch ohne Genehmigung.

Wann ist nach HBO (Hessen) eine Baugenehmigung erforderlich?

  1. Die Stellplatzfläche ist (oder soll) größer als 50 m²(sein)
  2. Die Höhe an der höchsten Stelle (auch bei Giebeldächern) überschreitet 3m
  3. Das Bauvorhaben entspricht nicht den Festsetzungen des Bebauungsplanes
  4. Der Abstand von der Mitte der öffentlichen Verkehrsfläche (Straße) und dem Beginn der Zufahrt ist kleiner 3,00 m.
  5. Die Zufahrtsbreite wäre kleiner als 2,75 m
  6. Die Bestimmungen für die Grenzbebauung für das Bundesland Hessen können nicht ausreichend beachtet und eingehalten werden. Bei der mittleren Carporthöhe von bis zu 3,00 m muss ein Abstand von mindestens 9 m zur Grundstücksgrenze eingehalten werden. Bei Carports und Garagen bis zu einer Größe der Stellfläche von 100 m² müssen die sonst zu beachtenden Abstandsflächen zu anderen Gebäuden nicht eingehalten werden.

 

 

Kann einer der vorab beschriebenen Parameter nicht einhalten werden, so ist eine Baugenehmigung erforderlich. Es reicht dafür ein vereinfachtes Baugenehmigungsverfahren. Bei Sonderwünschen gilt das nicht! Erfahrungen haben gezeigt, dass der Bau von Carports zum Ärger mit der Nachbarschaft führen kann. Damit dies bei Ihrem beabsichtigten Bau kein Thema wird, empfiehlt sich vorab ein klärendes Gespräch. Die erreichte Zustimmung der Nachbarschaft sollte schriftlich festgehalten werden. Empfohlen wird die Verwendung eines offiziellen Formulars „Zustimmung der Nachbarschaft nach § 62 HBO“. Unterschreiben sollten alle betroffenen Eigentümer! Nur so können Sie sicher sein, dass Sie alle Bestimmungen beachten und im Nachhinein keinen Ärger bekommen, der Geldstrafen oder sogar den vollständigen Rückbau, also den Abriss, Ihres neuen Carports zur Folge haben kann.

 

Baugenehmigungsunterlagen

Sollten Sie für den Bau Ihres Carports eine Baugenehmigung benötigen, so müssen Sie mehrere Unterlagen beim zuständigen Bauamt einreichen. Falls Sie sich das nicht zutrauen, dann wenden Sie sich an an mich, ich helfe Ihnen gern.

Ihr Vorteil dabei ist, dass sich für Sie das Genehmigungsverfahren bis zum Bau des Carports verkürzt, da pünktlich alle erforderlichen Unterlagen erstellt und beim Bauamt eingereicht werden. Sie haben auch künftig einen kompetenten Ansprechpartner, der Sie in baulichen Belangen berät und gegenüber dem Bauamt vertritt. (ws)

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