Mit Kalkputz gesund leben

Mit Kalkputz gesund leben

Schimmel, feuchte Wände und schlechtes Raumklima – die Energieeinsparverordnung mit der Forderung nach luftdichten und übergedämmten Häusern machen Mensch und Gebäude schwer zu schaffen. Doch das muss nicht sein, denn Kalkputz und Kalkfarbe lassen Mensch und Wand gleichermaßen aufatmen. Der alte Baustoff Kalk schafft nämlich das, was die ganzen neuen Baustoffe aus dem Chemiebaukasten nicht schaffen – er reguliert die Feuchtigkeit und baut Schadstoffe ab. Und das ganz auf natürliche Weise. Das freut nicht nur Allergiker, sondern alle, die gerne gesund leben. Weder die chinesische Mauer noch die großen Bauwerke der Römer hätten ohne den Einsatz von Kalkputz und Kalkmörtel gebaut werden können. Dass diese sie heute noch stehen zeigt, dass der Baustoff äußerst langlebig ist. Wenn er richtig verarbeitet wird – und daran scheitert es heutzutage häufig.

Kalkputz ja, aber wie damit umgehen

Die Verarbeitung von Kalk erfordert jede Menge Aufwand von der Untergrundvorbereitung bis zur Nachbehandlung. Trocknet er zu schnell, kommt es Aufbrennen oder Aufpudern, zu feucht darf er ebenfalls nicht verarbeitet werden, sonst läuft die Kalkbrühe die Wand hinab. Ich will damit keinesfalls irgendjemanden vor der Verwendung von Kalkputz, Kalkanstrich oder Kalkmörtel abschrecken. Ganz im Gegenteil!

Kalk kommt als Baustoff nicht nur in Putzen, Mörtel oder Anstrichen zum Einsatz, sondern auch bei der Herstellung von Porenbeton, Kalksandstein, Eisen, Stahl oder Glas. Zudem wird Kalk zur Bodenverbesserung verwendet. Trotz seiner langen Tradition ist Kalk im wachsenden Maße wieder ein Baustoff unserer Zeit. Es empfiehlt sich in jedem,  Fall, sich mit diesem interessanten Material zu beschäftigen.

Was ist Kalk?

 Gewonnen wird Kalk meist im Tagebau, wobei dieser Rohkalk nicht als Baustoff geeignet ist. Er muss zunächst zerkleinert und bei etwa 900 Grad Celsius gebrannt werden, wodurch er zu Branntkalk wird. Durch Zugabe von Wasser wird er anschließend zu Löschkalk. Gleichzeitig wandelt sich in einem chemischen Prozess Calciumoxid in Calciumhydroxid um.

Dieser Stoff, auch als Weißkalkhydrat bezeichnet, reagiert mit dem Kohlenstoffdioxid der Luft und erhärtet dadurch. Damit sind wir am Ende des Kalkkreislaufes angelangt. Heutzutage werden meist vollständig gelöschte Kalkhydrate verwendet, die in Säcken oder Silo-LKWs auf die Baustelle geliefert werden.

Kalk bringt Gesundheit und gibt Lebensqualität

Was verstehen wir unter einem gesunden Raumklima? Da spielen Temperatur, Luftfeuchte und Luftaustausch eine sehr wichtige Rolle. Als Planer und Bauleiter von zunehmend energieeffizienten Gebäuden besteht das grundlegende Problem der Luftfeuchtigkeitsregulierung. Deshalb halte ich den Einsatz von Kalk für Innenputze für äußerst effektiv bei der Beherrschung der Luftfeuchtigkeit, des Abbau von Schadstoffen und der Schimmelvermeidung. Hohe Luftfeuchtigkeit fördert Schimmel an den Wänden. Neben Mikroorganismen und Bakterien gedeihen in feuchten Räumen gut und können zu gesundheitlichen Problemen führen. In den eigenen Wänden will niemand belastete Luft einatmen oder sich durch feuchte Wände unbehaglich fühlen. Idealer Weise sollte die Raumtemperatur zwischen 20 und 23° und die relative Luftfeuchte zwischen 40 und 60 % liegen.

Was der Mensch als wirklich behaglich empfindet ist sehr unterschiedlich. Durch objektiv messbare Parameter lässt sich ein gesundes Raumklima definieren. Kalk besitzt eine einmalige feuchtigkeitsregulierende Eigenschaft, das macht ihn so wertvoll. Gleichzeitig reinigt Kalk die Raumluft vor Emissionen und Gerüchen. Gefährliche Schadstoffe, wie Formaldehyd oder organische Verbindungen, die oft in Möbeln, Teppichböden oder Matratzen vorkommen werden durch Kalk nachweislich eliminiert. (ws)

 

 

 

 

Probleme mit der Wärmedämmung

Welche Probleme können durch Wärmedämmung entstehen?

Ich halte den Einsatz von Wärmedämmmaterial insbesondere zur Altbausanierung zumindest für problematisch. Ältere Gebäude leben von einem gesunden Wärme- und Feuchtigkeitsdurchgang. Dieser wurde in den vielen hundert Jahren zuvor immer zugelassen. Durch die nachträglich mit Wärmedämmschichten versehenen Altbauten sinkt der Energieaufwand zur Beheizung signifikant. Gleichzeit jedoch entstehen neue Probleme durch Luftfeuchtigkeit, die nur durch pc-gesteuerte Be-und Entlüftungsanlagen tatsächlich in den Griff zu bekommen sind. Das empfohlene ausreichende Querlüften ist eine günstigere Alternative für die, denen die Gefahr welche durch die Luftfeuchte im Raum ausgeht bekannt und bewußt ist. Andere leben unbewußt mit der Gefahr einer Schimmelbildung. Das Entsorgungsproblem für bereits erstellte Wärmeverbundsysteme mit HBCD besteht gegenwärtig kaum. Betroffen sind aber die derzeit zu erstellenden Neubauten und wärmetechnischen Sanierungsvorhaben. HBCD (Hexabromcyclododecan) ist ein additives Flammschutzmittel, das überwiegend in Polystyrol Schaum, in hochschlagfestem Polystyrol eingesetzt wird. Dadurch wird insbesondere erreicht, dass sich lokale Brandherde langsamer entwickeln. neue-wd-auf-alter-fassade-iiDurch die Einmischung von HBCD wird erreicht, dass Polystyrol als „schwer entflammbar“ klassifiziert eingestuft werden kann! Seit dem 11. März 2016 gibt es außerdem eine direkte Verbindung zwischen der deutschen Verordnung über das europäische Abfallverzeichnis (Abfallverzeichnisverordnung – AVV) und der POP-Verordnung in Form eines dynamischen Verweises (Nr. 2.2.3 der Einleitung des Abfallverzeichnisses). Demnach gelten grundsätzlich alle POP-haltigen Abfälle (die den jeweiligen Grenzwert in Anhang IV der POP-Verordnung überschreiten) in Deutschland als gefährlich und nachweispflichtig. Die neue Einstufung betrifft vor allem Polystyrol-Dämmstoffe, die mit HBCD als Flammschutzmittel ausgerüstet sind. Expandiertes Polystyrol (EPS) enthält in der Regel 0,7% und extrudiertes Polystyrol (XPS) ca. 1,5% HBCD. Da der Grenzwert für die Einstufung als gefährlicher Abfall bei 1000 ppm (0,1%) liegt, gelten diese Abfälle ab 30. September 2016 als gefährlich und nachweispflichtig und dürfen nur noch in Abfallverbrennungsanlagen behandelt werden, die über eine entsprechende Zulassung verfügen. Der Begriff „gefährlich“ meint in diesem Zusammenhang, dass die Behandlung des Abfalls gesondert zu erfolgen hat und mit entsprechenden Nachweisen belegt werden muss. Nach der Abfallverzeichnis-Verordnung werden HBCD-haltige Dämmstoffabfälle daher ab 30. September 2016 der Abfallschlüsselnummer „17 06 03* anderes Dämmmaterial, das aus gefährlichen Stoffen besteht oder solche Stoffe enthält“ zugeordnet. Für kleinere Mengen < 2t gilt die Vorschrift der POP-Verordnung, dass das HBCD in ihnen unumkehrbar zerstört oder umgewandelt werden muss. Hierfür ist die Abfallverbrennung das geeignete Verfahren. Offensichtlich ist das Material nicht so giftig, dass man es nicht Thermischen entsorgen, also verbrennen, könnte. Das Problem jedoch ist, dass die Vernichtung des HBCD – haltigen Materials thermisch getrennt erfolgen muß. Das wiederum hält die Heizkraftwerke mit entsprechend ausgelegten Anlagen davon ab diese Materialien überhaupt zu verbrennen. Sie müßten diese Kleinmengen zwischenlagern um sie dann separat verbrennen zu können. Diese Logistik existiert derzeit nicht, deshalb wird die Annahme dieser belasteten Abfälle abgelehnt. Handwerker und Auftraggeber bleiben auf dem Material sitzen. Geplante Bauleistungen, die die Verwendung des jetzt „geächteten Materials“ beinhalten sind gecancelt. Der Streit ist vorprogrammiert! Handwerker und Auftraggeber debattieren über die Einhaltung der Vertragsmodalitäten, es geht um die Ausführung an sich und um den vertraglich zugesicherten Preis.

Hintergund: Nach der POP-Verordnung ((EG) Nr. 850/2004) Art. 7 (2) müssen Abfälle, die persistente organische Schadstoffe („POPs“) enthalten, so verwertet oder beseitigt werden, „dass die darin enthaltenen persistenten organischen Schadstoffe zerstört oder unumkehrbar umgewandelt werden“. Abfall gilt dann als „POP-haltig“, wenn dessen POP-Gehalt größer oder gleich einer bestimmten Grenzwertkonzentration im Anhang IV der POP-Verordnung ist. Der für HBCD festgelegte Grenzwert von 1000 mg/kg wird am 30. September 2016 rechtswirksam. Mit dem Grenzwert wird das Ziel verfolgt, HBCD aus dem Wertstoffkreislauf auszuschließen.

 

 

Schimmelbefall – was tun?

Schimmelbefall Teil I
Alarmzustand durch Schimmelbefall

Schimmel im Haus was tun?Für Mieter oder auch Eigentümern von Wohnungen bzw. Häusern kann Schimmel existenzbedrohend werden.

Schimmel – oder Pilzbefall sieht nicht nur eklig aus, dünstet unangenehm aus, sondern birgt in der Regel auch ein hohes Gesundheitsgefährdungspotential in sich.

Insbesondere bei sehr nasskaltem  und oder feuchten Wetter besteht eine besondere Gefährdung der Bausubstanz durch Schimmelbefall. Extrem schwankende Außentemperaturen können bei falschem Nutzerfehlverhalten der Wohnungs- bzw. Hausnutzer zu erheblichen Feuchtigkeitsniederschlägen und schließlich zu deutlich schwarzen Flecken also Schimmelbefall führen. Das Fehlverhalten besteht darin, dass der für die Bausubstanz regelmäßige, möglichst vollständige Luftaustausch durch Querlüften vernachlässigt oder aus reiner Ersparnis ganz unterlassen wird.

Hier spielt einerseits die weit verbreitete Vorstellung eine Rolle, dass es doch nicht so gut sein kann, wenn der Luftaustausch mit kalter Außenluft „übertrieben“ wird. Die in den letzten Jahren permanent angestiegenen Heizkosten führen zu diesem falschen Sparsamkeitsdenken.

Halten wir fest:

Wichtig ist der nahezu vollständige Luftaustausch aus dreierlei Gründen.

  1. Wir als Menschen benötigen Sauerstoff. Dieser verbraucht sich rein durch unsere Atmung, denn aus O2 entsteht bekannter Maßen CO2.
  2. Jedes Heizungssystem, welches auf Verbrennungsbasis Wärme erzeugt, benötigt auch Sauerstoff und dieser wird in der Regel aus der in Wohnung oder Haus befindlichen Luft entnommen.
  3. Durch unsere Atmung erhöht sich nicht nur die Konzentration an Kohlendioxid, sondern auch der Luftfeuchtegehalt nimmt zu. Diese „hausgemachte“ Luftfeuchtigkeit entsteht einfach durch unsere bloße Anwesenheit. Häusliche Tätigkeiten, wie Kochen, Duschen, Baden, die Benutzung der Toilette etc. all das führt zu mehr Feuchtigkeit. Die häusliche Luft erreicht einen hohen Feuchte – Sättigungsgrad. Die Oberflächentemperatur von Wänden und Decken differiert aus verschiedensten Gründen. An Flächen mit niedrigeren Temperaturen schlägt sich dann diese überschüssige Feuchtigkeit in Form kleiner Wassertropfen nieder und beginnt die dortige Tapete, den Farbanstrich oder Putz zu durchnässen. Hat sich diese Feuchtigkeit erst einmal festgesetzt, dann ist die Kombination mit Wärme eine wesentliche Grundlage für eine Schimmelpilzentstehung und Ausbreitung.

Wie gefährlich ist Schimmel, wie vermeide ich ihn und wie bekomme ich ihn wieder weg?

Die schwarzen Flecken sind nicht nur unschön anzusehen, sondern können sich auch negativ auf das Raumklima und die Gesundheit auswirken und massive Schäden am Gebäude anrichten – rasches Handeln ist daher sehr wichtig. Insbesondere an den so genannten Kältebrücken, wie z. B. an in die Jahre gekommenen Dichtungen von Fenstern und Türen bildet sich durch Kondenswasser schnell schwarzer Schimmel – dieser muss sofort entfernt werden. Die häufigsten Gründe für Schimmelbefall sind eindringendes Wasser, schlechte Dämmung oder falsches Lüften. Hohe Heizkosten verführen, wie bereits erwähnt, im Winter dazu seltener zu lüften. Durch eine vierköpfige Familie entstehen allein durch Duschen, Kochen und Schwitzen rund zehn Liter Feuchtigkeit pro Tag. Nur durch regelmäßiges Stoß – oder Querlüften ist den Räumen die Feuchtigkeit zu entziehen. Wichtig ! Kalte Luft enthält weniger Feuchtigkeit als warme.

Schimmel entdeckt – was nun?

Oberflächlicher Schimmelbefall auf Metall, Keramik, Glas oder lackiertem Holz kann erst einmal mit einem normalen Haushaltsreiniger abgewaschen werden.

Achtung: Die Verwendung von Mitteln mit ausgewiesenen Chlorverbindungen sollte aus gesundheitlichen Gründen in geschlossenen Räumen vermieden werden. Nach der Reinigung ist die betroffene Fläche mit Äthylalkohol nachzubehandeln und zu trocknen. Besteht das ggf. betroffene Dichtungsmaterial aus Silikon, ist die Ausfugung zu entfernen und muss ersetzt werden. Abwischen lasse sich Schimmel nur von harten Oberflächen. Aus Tapeten sollten die Schimmelstellen dagegen am besten vollständig herausgeschnitten werden. Eine bloße Reinigung reicht in der Regel auch bei Holz nicht aus, da hier der Schimmel leichter ins Material einziehen kann. Ratsam ist es oberflächliche Flecken zeitnah zu entfernen oder sofort einen Spezialisten mit der Prüfung bzw. Weiterbehandlung zu beauftragen.

Wenn der Experte helfen muss.

Schimmelbefall bitte niemals unterschätzen. In aller Regel ist eine Ursachensuche durch Experten der sicherste und beste Weg der Schimmelproblematik Herr zu werden und den Schimmelpilz langfristig aus der Wohnung bzw. dem Haus zu verbannen. Sind die Schimmelflecken erst deutlich sichtbar und über einen halben Quadratmeter groß, so ist die Hinzuziehung eines Fachmanns geradezu verpflichtend. Komplizierter wird es dann, wenn nur vermutet wird, dass ein Schimmelbefall eingetreten ist. Dieser aber optisch nicht nachweisbar ist. Ganz typische Stellen für den so genannten versteckten Schimmel befinden sich zum Beispiel hinter Holzvertäfelungen, in Kellern oder unter dem so genannten schwimmenden Estrich. Grundsätzlich gilt: Schimmel muss konsequent bekämpft und schließlich fachmännisch beseitigt werden. Die Beurteilung von Umfang und Art des Schimmelbefalls sowie die Einschätzung des entstandenen Schadens nehme ich gern vor.

WolfgangNehmen Sie unverbindlich mit mir unter

0157- 50882916 Kontakt auf!

Ich nehme eine fachmännische Untersuchung vor, auf Wunsch erstelle ihnen eine präzise gutachterliche Ursachenanalyse, verbunden mit direkt aufgezeichneten und einzuleitenden Folgemaßnahmen zur Schimmelbekämpfung und künftigen Vermeidung an.