Mit Kalkputz gesund leben

Mit Kalkputz gesund leben

Schimmel, feuchte Wände und schlechtes Raumklima – die Energieeinsparverordnung mit der Forderung nach luftdichten und übergedämmten Häusern machen Mensch und Gebäude schwer zu schaffen. Doch das muss nicht sein, denn Kalkputz und Kalkfarbe lassen Mensch und Wand gleichermaßen aufatmen. Der alte Baustoff Kalk schafft nämlich das, was die ganzen neuen Baustoffe aus dem Chemiebaukasten nicht schaffen – er reguliert die Feuchtigkeit und baut Schadstoffe ab. Und das ganz auf natürliche Weise. Das freut nicht nur Allergiker, sondern alle, die gerne gesund leben. Weder die chinesische Mauer noch die großen Bauwerke der Römer hätten ohne den Einsatz von Kalkputz und Kalkmörtel gebaut werden können. Dass diese sie heute noch stehen zeigt, dass der Baustoff äußerst langlebig ist. Wenn er richtig verarbeitet wird – und daran scheitert es heutzutage häufig.

Kalkputz ja, aber wie damit umgehen

Die Verarbeitung von Kalk erfordert jede Menge Aufwand von der Untergrundvorbereitung bis zur Nachbehandlung. Trocknet er zu schnell, kommt es Aufbrennen oder Aufpudern, zu feucht darf er ebenfalls nicht verarbeitet werden, sonst läuft die Kalkbrühe die Wand hinab. Ich will damit keinesfalls irgendjemanden vor der Verwendung von Kalkputz, Kalkanstrich oder Kalkmörtel abschrecken. Ganz im Gegenteil!

Kalk kommt als Baustoff nicht nur in Putzen, Mörtel oder Anstrichen zum Einsatz, sondern auch bei der Herstellung von Porenbeton, Kalksandstein, Eisen, Stahl oder Glas. Zudem wird Kalk zur Bodenverbesserung verwendet. Trotz seiner langen Tradition ist Kalk im wachsenden Maße wieder ein Baustoff unserer Zeit. Es empfiehlt sich in jedem,  Fall, sich mit diesem interessanten Material zu beschäftigen.

Was ist Kalk?

 Gewonnen wird Kalk meist im Tagebau, wobei dieser Rohkalk nicht als Baustoff geeignet ist. Er muss zunächst zerkleinert und bei etwa 900 Grad Celsius gebrannt werden, wodurch er zu Branntkalk wird. Durch Zugabe von Wasser wird er anschließend zu Löschkalk. Gleichzeitig wandelt sich in einem chemischen Prozess Calciumoxid in Calciumhydroxid um.

Dieser Stoff, auch als Weißkalkhydrat bezeichnet, reagiert mit dem Kohlenstoffdioxid der Luft und erhärtet dadurch. Damit sind wir am Ende des Kalkkreislaufes angelangt. Heutzutage werden meist vollständig gelöschte Kalkhydrate verwendet, die in Säcken oder Silo-LKWs auf die Baustelle geliefert werden.

Kalk bringt Gesundheit und gibt Lebensqualität

Was verstehen wir unter einem gesunden Raumklima? Da spielen Temperatur, Luftfeuchte und Luftaustausch eine sehr wichtige Rolle. Als Planer und Bauleiter von zunehmend energieeffizienten Gebäuden besteht das grundlegende Problem der Luftfeuchtigkeitsregulierung. Deshalb halte ich den Einsatz von Kalk für Innenputze für äußerst effektiv bei der Beherrschung der Luftfeuchtigkeit, des Abbau von Schadstoffen und der Schimmelvermeidung. Hohe Luftfeuchtigkeit fördert Schimmel an den Wänden. Neben Mikroorganismen und Bakterien gedeihen in feuchten Räumen gut und können zu gesundheitlichen Problemen führen. In den eigenen Wänden will niemand belastete Luft einatmen oder sich durch feuchte Wände unbehaglich fühlen. Idealer Weise sollte die Raumtemperatur zwischen 20 und 23° und die relative Luftfeuchte zwischen 40 und 60 % liegen.

Was der Mensch als wirklich behaglich empfindet ist sehr unterschiedlich. Durch objektiv messbare Parameter lässt sich ein gesundes Raumklima definieren. Kalk besitzt eine einmalige feuchtigkeitsregulierende Eigenschaft, das macht ihn so wertvoll. Gleichzeitig reinigt Kalk die Raumluft vor Emissionen und Gerüchen. Gefährliche Schadstoffe, wie Formaldehyd oder organische Verbindungen, die oft in Möbeln, Teppichböden oder Matratzen vorkommen werden durch Kalk nachweislich eliminiert. (ws)

 

 

 

 

Wie gefährlich sind Risse in der Wand wirklich?

Risse treten immer wieder auf, sind meist unschön, aber selten wirklich gefährlich. Die Frage, ob man dagegen was tun kann oder sogar muss, die soll hier beantwortet werden.

Oft haben die Risse eine ganz harmlose Ursache. Aber sie können auch auf ernsthafte konstruktive Probleme am Baukörper hinweisen. In jedem Fall stellen Risse eine echte Herausforderung den Handwerker dar, der mit einer nachhaltigen Beseitigung der Schäden beauftragt wird.

Im Gebäude

In Wohnungen werden oft Risse in den Ecken der Wände oder zwischen Wand und Decke sichtbar, die durch die Bewegung in sich starrer Bauteile zueinander entstehen. Diese Art Risse kann durch Ausfugen mit Acryl und späterem Übertapezieren oder Überstreichen auf längere Zeit behoben werden. Die Begutachtung durch einen Fachmann ist jedoch auch hier empfohlen, um böse Überraschungen völlig auszuschließen.

Welche Rissarten gibt es?

Schwerpunktmäßig unterscheidet man zwei Arten von Rissen.

Zum einen die putzbedingten, zum anderen putzgrundbedingten Risse. Dabei sind die putzgrundbedingten Risse, welche die auf Baumängel, insbesondere im Bereich des Baugrundes und dessen Behandlung zurückzuführen. Schlechte oder ungleichmäßige Verdichtungen des Untergrundes können dafür eine zentrale Ursache sein. Hier seien die sehr oft auftretenden Setzrisse als Beispiel angeführt. Entsprechend der Tragfähigkeit des gewachsenen Bodens kommt es bei kiesigem Untergrund eher, also schon nach Monaten und bei lehmigem oder gar felsigem Untergrund erst nach Jahren zu Setzungen. Setzt sich ein Bauwerk gleichmäßig bis zu 1,5 cm, so stellt das kein Problem dar. 

Schrumpf und Schwindrisse

Sie entstehen vor allen Dingen dort, wo zu schnelles ein Abtrocknen der Oberfläche zum beschleunigten Zusammenziehen des Putzes führt. Es entstehen netzförmige Risse. Ursache: Das darunterliegende Mauerwerk zieht sich wesentlich langsamer Zusammen, als die darüber liegende Putzdeckschicht. Ein Grund: Eine Baumaßnahme wurde in einer schon kritischen Jahreszeit (Oktober / November) durchgeführt Mauerwerk und Betonelemente waren stark durchnässt, während die Putzschicht aufgebracht wurde.

Netzförmiges Rissbild

Die sichtbaren Haarrisse von 0,1mm Stärke stellen kein bauliches, jedoch ein optisches Problem dar. Deshalb ist eine Sanierung angeraten, damit der Schaden im Winter durch Wassereintritt vermieden wird. Sanierung soll wie folgt ablaufen: Überspachteln, grundieren, mit einer neuen Putzschicht versehen, diese mit Risssicherung belegen und abschließen noch Mal putzen und einen Egalisierungsanstrich aufbringen. (ws)

Teil 2 – Hohe Investitionskosten für Wärmedämmung

…Wärmedämmung – und nichts als Ärger

Das Leben in einem vollständig durch Kunststoff eingepackten Bauwerk stellt erhöhte Anforderungen an seine Nutzer. Der Grund durch die perfektionierte Wärmedämmung wird jeglicher Feuchtigkeitsdurchgang vermieden. Feuchtigkeit von außen, ja gut, aber eben auch Feuchtigkeit, die durch uns Nutzer in den Räumen entsteht. Vergleichsweise fallen in einem Vierpersonenhaushalt täglich bis zu 11 Liter Wasser in der Raumluft an. Das sind erhebliche Feuchtigkeitsmengen, die bewältigt werden müssen. In den meisten Fällen erfolgt das durch regelmäßiges Querlüften, also einem vollständigen und ausreichend langem Luftaustausch. An dieser Stelle zu sparen, provoziert künftige Feuchtigkeitsschäden, Schimmelbildung und damit eine Gefährdung der Gesundheit und des Bauwerkes. Als Faustregel gilt: „In einem hochwärmegedämmten Gebäude, welches nach der Energiesparverordnung (EnEV) errichtet oder nachgerüstet wurde, müsste etwa alle 2 Stunden ein vollständiger Luftaustausch erfolgen!“ Eine Zumutung? Sicher, die angebotene Lösung ist eine hochmoderne Lüftungsanlage. Diese löst das Problem, indem sie kontinuierlich für den nötigen Luftaustausch sorgt. In einigen Fällen raten so genannte Fachleute dazu das Lüftungsproblem durch so genannte Fensterfalzlüfter zu lösen. Eine wirkliche Alternative zu Lüftungsanlagen sehe ich jedoch nicht. Im Gegenteil ist diese Art Lüftung von vielen externen Faktoren abhängig, die für den Ottonormalverbraucher nicht mehr beherrschbar sind. Bei sehr warmen Wetter passiert gar nichts, bei Sturm pfeift es durch die Schlitzöffnungen. In jedem Fall wird unkontrolliert Heizenergie abgeführt und geht verloren.

Bei Neubauten wird deshalb vermehrt die Wärmedämmung des Gebäudes im Gesamtkonzept eines Heizungs- und Lüftungskonzeptes bewertet und bemessen. Die Vorrausetzung ist aber die Konzeption und Installation einer nachhaltig wirkenden Lüftungs- und Heizungsanlage. Neueste Anlagen sind darüber hinaus mit Wärmepumpen gekoppelt. Dadurch kann der Abluft bis zu 90 Prozent der enthaltenen Wärme entzogen werden. Vorstehend genannte Feuchtigkeitsprobleme werden durch automatisch arbeitende Lüftungs- und Luftreinigungssysteme völlig ausgeschlossen. Die Erkenntnis daraus ist aber auch, dass nur mit erheblichen finanziellen Mehraufwand eine perfektionierte Wärmedämmung so beherrschbar wird, dass sicher eine Schimmelbildung und eine entsprechende gesundheitliche Gefährdung ausgeschlossen werden können. Wahr ist aber auch das eine 20 jährige Amortisierungszeit hier kaum erreicht werden wird. (ws)

Immobilienbewertung

…vor dem Schaden klug sein

Mein Fallbeispiel: Fam. R. aus NRW sucht ein Einfamilienhaus zu kaufen. Von einem Immobilienmakler wird ihnen ein sehr interessantes Objekt in der gewünschten Region angeboten. Jedoch hat sie berechtigte Zweifel, ob das Angebot den geforderten Preis auch Wert ist und sich ggf. innerhalb des Gebäudes verdeckte Mängel verstecken, die später erhebliche Reparatur und Instandsetzungskosten verursachen könnten.

Um diese berechtigten Zweifel auszuräumen oder ggf. zu bestätigen, wandten sie sich an mich als Bausachverständigen. Ich sollte herausfinden, ob Größe, Alter, Lage und Zustand der angebotenen Immobilie den vom Verkäufer geforderten Preis rechtfertige.

Vor der Untersuchung wurden mir diverse Planungsunterlagen überlassen. Meine Untersuchung des Gesamtobjektes erfolgte durch Inaugenscheinnahme, Feuchtigkeitsmessungen und mechanische Tests. Alle meine Erkenntnisse wurden vor Ort erfasst, dann ausgewertet und schließlich inklusiv einer entsprechenden Schlussfolgerung an die Auftraggeber ausgeliefert.

Bauzustandsbewertung und Schlussfolgerung
Nach eingehender Analyse der Schäden und Mängel wurde ein detailliertes Leistungsverzeichnis erstellt. Der Inhalt dieses Leistungsverzeichnis bestand aus den Bauarbeiten, die zur Instandsetzung und Modernisierung des Gebäudes dringend erforderlich, ja notwendig, waren. Die einzeln dafür angesetzten Baukosten wurden zusammengefasst und als Summe „Gesamtbaukostenaufwand“ ausgewiesen. Die ausgewiesenen Kostenpositionen wurden auf Schätzbasis bzw. durch Vergleichsberechnungen ermittelt.

Markttechnische Gebäudebewertung des Gebäudes und Grundstückes
Der aktuelle Marktwert des Objektes konnte durch eine eigens dafür durchgeführten aktuellen Marktvergleichsanalyse ermittelt werden. Der Immobilienbewertung wurden EFH er mit Grundstücken von 800 bis 1000 m² in guter vergleichbarer Lage des Ortes und des relevanten Einzugsbereiches zu Grunde gelegt. Sämtliche Angebotspreise dieser Objekte flossen in den Bewertungspool ein. Berücksichtigung fanden dabei weitere Daten wie das Baujahr, der spätere Umbau, sowie Erweiterungs- und Ergänzungsbauten.

Immobilienbewertung – Das Ergebnis
Als Resultat der Untersuchungsparameter konnte ich den resultierenden marktrelevanten Immobilienpreis ausweisen und dem erforderlichen Instandsetzungsaufwand gegenüber stellen.
Diese beiden Eckzahlen sollten der Familie helfen die anstehende, offene Kaufentscheidung zu fällen. Für den Fall, dass die Kaufentscheidung pro Immobilie ausfallen sollte, bestand mit der vorliegenden Dokumentation auch eine sehr detaillierte Argumentationsbasis, um den Angebotspreis a) in Frage zu stellen und b) deutlich zu senken.
Das Ehepaar entschied sich schließlich, meiner Ansicht nach berechtigt, gegen den Kauf dieser Immobilie. (ws)

Defekte Drainage, hohe Kosten, Rechtsstreit, kein Ende in Sicht

Defekte Drainage verursacht Reparaturkosten von ½ Million €

Sonthofen. Vor nunmehr 5 Jahren sackte ein Teil des Buchfinkenweges, oberhalb des Allgäu Sternhotels gelegen, ganz plötzlich ab. Ein tiefes Loch mit einem 2 m Durchmesser war in der dortigen Fahrbahn entstanden.
Die Ursache: Die hinter der Pfeilerstützwand (2) gelegene Drainage war defekt und deshalb außer Funktion. Das von Oberfläche, Hang und Grund ankommende Wasser wurde nicht mehr oder nur völlig unzureichend abgeleitet. Die hinter den Stützwandpfeilern befindliche Hinterfüllung wurde ausgespült, es entstanden große Hohlräume. Die Verkehrsbelastung durch den PKW Anlieger – Verkehr auf dem Buchfinkenweg führte schließlich zum teilweisen Einsturz der dortigen Verkehrsfläche. Verletzte oder gar Tote gab es nicht, aber für die betroffenen Garagenbesitzer war die Benutzung ihrer Garage, nach dem Wegfall der Zufahrt über den Birkenweg, nicht mehr möglich.
In Mitleidenschaft gezogen wurde auch die 60m lange 8 Meter hohe Stahlbetonpfeilerstützwand. Diese diente und dient dazu den hangseitigen Erddruck abzuhalten. Damit wurde seinerseits die zur Errichtung des Hotels erforderliche Baufreiheit hergestellt. Die hochkomplizierte, statisch sensible Pfeilerstützwand mußte auf lange Sicht mittels Verankerung im rückwärtig anstehenden Felsen gesichert werden.

Es gilt als grundlegende Argumentation der Stadt Sonthofen in einem laufenden juristischen Prozess gegen die heutigen Eigentümer des Hotels, dass das heutige Hotel nur errichtet werden konnte, weil der Hang mit dem Ziel ein Plateau zu schaffen angeschnitten und teilweise abgetragen wurde. Zum Schutz gegen drückende hangseitige Erdmassen musste die beschriebene Pfeilerstützwand aus Stahlbeton errichtet werden.

Die vor 5 Jahren für 417.000 €, insbesondere von der Stadt Sonthofen durchgeführte Sanierung, dürfe deshalb nicht allein der Steuerzahler tragen, sondern die Hoteleigner sollten sich entlastend beteiligen, argumentiert Christian Wilhelm (Bürgermeister der Stadt Sonthofen).

Die WEG Allgäu Stern sei jedoch nach Aktenlage nur für die Anker (1)verantwortlich gewesen, die die Bohrpfähle (2) mit dem Felsgrund verbinden, argumentiert dagegen deren Vertreter Dr. Werner Rieder. Allein 130.000 € seien für die Sanierung der Ankerköpfe allein von den Eignern gezahlt wurden. Die Wand und die Drainagen befänden sich außerdem auf städtischem Grund. Vor Baubeginn habe man sich mit der Stadt über die zu bebauende Fläche und deren Hangsicherung einigen können. Eine explizite Mitverantwortung für spätere Leistungen der Instandhaltung oder Instandsetzung auf städtischem Gebiet sei zum einen nicht vereinbart wurden und demzufolge auch nicht im Grundbuch verankert.
Bisherige gerichtliche Entscheidungen bestätigen eher die Haltung der Allgäu – Stern- Vertreter. Dennoch hält die Stadt stur an Ihrer Beteiligungsforderung fest. Das Urteil wird schon in den kommenden Wochen mit Spannung erwartet. Bürgermeister Christian Wilhelm will eine weitere Niederlage nicht hinnehmen und droht mit der nächsten Instanz. (ws)

Foto: Garagenstandort Buchfinkenweg Sonthofen

Schädlingsbefall stoppen

Elleringhausen. Die im Mittelalter errichtete Kirche, in Mitten des Dorfes Elleringhausen, wurde 1408 erstmalig erwähnt. Die Elleringhäuser Kirche zählt, wie viele andere Dorfkirchen auch, zu den romanischen Kirchen in der Region. Anfangs sprach man, wegen der Größe, nur von einer Kapelle. Das massive romanisch geprägte Mauerwerk, welches noch aus dem 13. Jahrhundert stammt, wurde im 17 Jahrhundert durch einen barocken Fachwerkaufsatz ergänzt. 1926 wurde die Kirche umfassend rekonstruiert und erhielt erstmalig einen Turm.
Jetzt nach so vielen Jahren ist eine erneute Instandsetzung notwendig. 165.000 € sind dafür veranschlagt. Im Vordergrund steht die Sanierung des historischen Fachwerkes und des vom Holzwurm angegriffenen und unterschiedlich geschädigten Deckengebälks. Die schweren rustikalen Eichenholzbalken der Decke sind im Innenraum der Kirche durch eine dicke Schicht grauer Ölfarbe geschützt. Erst bei näherer Begutachtung wird deshalb die teils vorhandene Wurmstichigkeit des Eichenholzes sichtbar.
Eine wesentliche Ursache der festgestellten Schäden ist in der permanent hohen Luftfeuchtigkeit im inneren der Kirche gesehen. Es ist deshalb ein zentrales Ziel, der jetzt anstehenden Sanierung, dieses Feuchtigkeitsproblem in den Griff zu bekommen. Die Frage der aufsteigenden Feuchtigkeit, welche am Feldsteinmauerwerk im inneren der Kirche sichtbar ist, wird jedoch nicht angegangen. Aus finanziellen Gründen setzt man auf die Beseitigung des Schadensbefalls an den Holzbalken, auf die Renovierung historischen Fachwerkfassade und eine Sicherung der massiven Strebepfeiler.
Ergänzend wird das Raumklima durch die Installation einer automatisch betriebenen Fensteröffnungsanlage verbessert. Korrekturen an der Heizungsanlage und Maßnahmen gegen das Oberflächenwasser im unmittelbaren Umfeld der Kirche sollen dazu beitragen die permanent hohe Luftfeuchtigkeit im inneren der Kirche zu senken.
Im inneren der Kirche geht es vordergründig darum den Insektenbefall der statisch relevanten Holzkonstruktionen zu stoppen. Auf Grundlage eines Gutachtens von Dr. Wischer werden die Holzschädlinge nachhaltig bekämpft. Gesundheit und Leben der im Dachgeschoß lebenden Fledermäuse soll dabei geschützt werden. (ws)

Richtig lüften – immer unterschätzt

Größere Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht kennzeichnen derzeit den Übergang vom Winter zum Frühling: Die Nächte, wie in der letzten Woche noch teilweise frostig, sorgt die Sonne aber tagsüber mitunter schon für sehr angenehme Temperaturen. „Trotz lauer Temperaturen dauert die Heizperiode in der Regel bis zu 9 Monaten an. Viele Menschen heizen noch bis in den Mai hinein. In dieser Übergangszeit gilt es, keine Energie durch unüberlegtes Verhalten zu verschwenden und auch das Lüftungsverhalten den sich ändernden Witterungsbedingungen anzupassen“, rät Florian Voigt, Projektmanager der „Hessischen Energiespar-Aktion“.
Empfehlungen zum richtigen Heizen: − In Wohn- und Arbeitsräumen reicht eine Temperatur von 20° Celsius aus. Nachts sollte die Temperatur auf etwa 16° Celsius abgesenkt werden, denn wer die Raumtemperatur nur um 1° Celsius senkt, spart rund sechs Prozent der Heizkosten. Es sollte aber bedacht werden, dass eine zu niedrige Raumtemperatur die Schimmelbildung begünstigt. In der Übergangszeit sollte öfter und länger gelüftet werden, etwa aller zwei Stunden 10 bis 15 Minuten pro Lüftungsvorgang. Merke: Je wärmer die Außenluft ist, desto mehr Feuchte enthält sie. Deshalb kann nicht so viel von der überschüssigen Feuchte aus den Wohnräumen, insbesondere Küche, Bad und Schlafräumen, aufgenommen werden. Auf Dauerlüften mit angekippten Fenstern sollte grundsätzlich verzichtet werden. Dauerlüften kühlt die Laibung (der seitliche bzw. obere, innen liegende Wandbereiche, z.B. bei Fenstern und Türen) einseitig ab, das führt zu Kältebrücken und damit zur Gefahr der dortigen Schimmelbildung. Beim Lüften sollten die Heizkörperventile immer geschlossen sein und Heizkörper sollten generell nicht durch Möbel oder ähnliches verbaut oder zugestellt werden. Die Luft kann sonst nicht zirkulieren. Bleiben einzelne Räume ganz unbeheizt, sollten die Türen zu beheizten Räumen hin geschlossen bleiben. Für ausreichende Lüftung auch dieser Räume ist jedoch Sorge zu tragen. Thermostatventile an Heizkörpern sollten dann auf die Position “Frostschutz” eingestellt werden. Eine nachträgliche Dämmung von Rollladenkästen ist oft sinnvoll. Auch Reflexionsplatten zur Dämmung von bestehenden Heizkörpernischen können situationsverbessernd wirken. Zugezogene Vorhänge und Jalousien vor den Fenstern tragen nachts zur Energieeinsparung bei. (ws)

Probleme mit der Wärmedämmung

Welche Probleme können durch Wärmedämmung entstehen?

Ich halte den Einsatz von Wärmedämmmaterial insbesondere zur Altbausanierung zumindest für problematisch. Ältere Gebäude leben von einem gesunden Wärme- und Feuchtigkeitsdurchgang. Dieser wurde in den vielen hundert Jahren zuvor immer zugelassen. Durch die nachträglich mit Wärmedämmschichten versehenen Altbauten sinkt der Energieaufwand zur Beheizung signifikant. Gleichzeit jedoch entstehen neue Probleme durch Luftfeuchtigkeit, die nur durch pc-gesteuerte Be-und Entlüftungsanlagen tatsächlich in den Griff zu bekommen sind. Das empfohlene ausreichende Querlüften ist eine günstigere Alternative für die, denen die Gefahr welche durch die Luftfeuchte im Raum ausgeht bekannt und bewußt ist. Andere leben unbewußt mit der Gefahr einer Schimmelbildung. Das Entsorgungsproblem für bereits erstellte Wärmeverbundsysteme mit HBCD besteht gegenwärtig kaum. Betroffen sind aber die derzeit zu erstellenden Neubauten und wärmetechnischen Sanierungsvorhaben. HBCD (Hexabromcyclododecan) ist ein additives Flammschutzmittel, das überwiegend in Polystyrol Schaum, in hochschlagfestem Polystyrol eingesetzt wird. Dadurch wird insbesondere erreicht, dass sich lokale Brandherde langsamer entwickeln. neue-wd-auf-alter-fassade-iiDurch die Einmischung von HBCD wird erreicht, dass Polystyrol als „schwer entflammbar“ klassifiziert eingestuft werden kann! Seit dem 11. März 2016 gibt es außerdem eine direkte Verbindung zwischen der deutschen Verordnung über das europäische Abfallverzeichnis (Abfallverzeichnisverordnung – AVV) und der POP-Verordnung in Form eines dynamischen Verweises (Nr. 2.2.3 der Einleitung des Abfallverzeichnisses). Demnach gelten grundsätzlich alle POP-haltigen Abfälle (die den jeweiligen Grenzwert in Anhang IV der POP-Verordnung überschreiten) in Deutschland als gefährlich und nachweispflichtig. Die neue Einstufung betrifft vor allem Polystyrol-Dämmstoffe, die mit HBCD als Flammschutzmittel ausgerüstet sind. Expandiertes Polystyrol (EPS) enthält in der Regel 0,7% und extrudiertes Polystyrol (XPS) ca. 1,5% HBCD. Da der Grenzwert für die Einstufung als gefährlicher Abfall bei 1000 ppm (0,1%) liegt, gelten diese Abfälle ab 30. September 2016 als gefährlich und nachweispflichtig und dürfen nur noch in Abfallverbrennungsanlagen behandelt werden, die über eine entsprechende Zulassung verfügen. Der Begriff „gefährlich“ meint in diesem Zusammenhang, dass die Behandlung des Abfalls gesondert zu erfolgen hat und mit entsprechenden Nachweisen belegt werden muss. Nach der Abfallverzeichnis-Verordnung werden HBCD-haltige Dämmstoffabfälle daher ab 30. September 2016 der Abfallschlüsselnummer „17 06 03* anderes Dämmmaterial, das aus gefährlichen Stoffen besteht oder solche Stoffe enthält“ zugeordnet. Für kleinere Mengen < 2t gilt die Vorschrift der POP-Verordnung, dass das HBCD in ihnen unumkehrbar zerstört oder umgewandelt werden muss. Hierfür ist die Abfallverbrennung das geeignete Verfahren. Offensichtlich ist das Material nicht so giftig, dass man es nicht Thermischen entsorgen, also verbrennen, könnte. Das Problem jedoch ist, dass die Vernichtung des HBCD – haltigen Materials thermisch getrennt erfolgen muß. Das wiederum hält die Heizkraftwerke mit entsprechend ausgelegten Anlagen davon ab diese Materialien überhaupt zu verbrennen. Sie müßten diese Kleinmengen zwischenlagern um sie dann separat verbrennen zu können. Diese Logistik existiert derzeit nicht, deshalb wird die Annahme dieser belasteten Abfälle abgelehnt. Handwerker und Auftraggeber bleiben auf dem Material sitzen. Geplante Bauleistungen, die die Verwendung des jetzt „geächteten Materials“ beinhalten sind gecancelt. Der Streit ist vorprogrammiert! Handwerker und Auftraggeber debattieren über die Einhaltung der Vertragsmodalitäten, es geht um die Ausführung an sich und um den vertraglich zugesicherten Preis.

Hintergund: Nach der POP-Verordnung ((EG) Nr. 850/2004) Art. 7 (2) müssen Abfälle, die persistente organische Schadstoffe („POPs“) enthalten, so verwertet oder beseitigt werden, „dass die darin enthaltenen persistenten organischen Schadstoffe zerstört oder unumkehrbar umgewandelt werden“. Abfall gilt dann als „POP-haltig“, wenn dessen POP-Gehalt größer oder gleich einer bestimmten Grenzwertkonzentration im Anhang IV der POP-Verordnung ist. Der für HBCD festgelegte Grenzwert von 1000 mg/kg wird am 30. September 2016 rechtswirksam. Mit dem Grenzwert wird das Ziel verfolgt, HBCD aus dem Wertstoffkreislauf auszuschließen.

 

 

Bauschäden und Baumängel – guter Rat nicht teuer! Teil 1

Bauschäden erkennen.

Die eigentlichen Ursachen bereits vorhandener Bauschäden zu erkennen, diese zu analisieren und daraus die passende Diagnose für Sie als Kunde oder Bauherr abzuleiten, dass sehe ich als meine Herausforderung an, der ich gerecht werden will.
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Baumängel in Schadensanalyse erfassen.

Ich sage Ihnen konkret, woher Bauschäden kausal kommen und wie sie und die spezifischen Schadensursachen in den Griff zu bekommen sind in einer Schadensanalyse. Ich, als Ihr persönlicher Bauberater, kann Ihnen helfen und dafür Sorge tragen, dass   auch bislang unerkannte Baumängel sich für Sie nicht zu einem erheblichen finanziellen Risiko   auswachsen können.
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Unabhängige Bauberatung. 

Eine zusätzlichen unabhängigen Bauberatung schützt Sie, Ihre Familie und Ihren Geldbeutel. Es ist noch nicht zu spät. Holen Sie sich durch mich eine zusätzliche Meinung ein und gestalten Sie Ihren Hausbau ab sofort fehlerfrei. Ich bin gern bereit für Sie sachkundig die anfallenden Leistungen zu prüfen, zu überprüfen und ggf. korrigierend einzuschreiten. edt-m-14-11-002-1
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Bauschäden erkennen, in einer Schadensanalyse erfassen und auswerten ist die einzige sinnvolle Möglichkeit dem Bauarbeiter, der Baufirma oder dem Bauträger verständlich und fachgerecht den Umfang der Baumängel und damit den Umfang der Baumängelbeseitigungen zu erklären.
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Dadurch können Baufehler rechtzeitig vermieden, erkannt und abgestellt werden. Das finanzielle Risiko, das nach Fertigstellung Ihres Hauses aufwändige   Mängelbeseitigungen notwendig werden, dadurch eine wesentliche Verlängerung der Bauzeit eintritt, vertragliche Terminbindungen überschritten werden und weitere externe Kosten entstehen, das kann so ausgeschlossen werden.
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Unabhängige Bauberatung macht Sinn!

Mit analogen Problemen die beim Bauen, meist ohne eigenes Verschulden der Bauherren in vielgestaltiger Form auftreten können, werden mittlerweile ganze Fernsehsendungen gefüllt. Meistens sind es die Bauherrn die in solchen Verzweifelter Bauherr ohne Baubetratung.Sendungen regelrecht als die „Dummen“ vorgeführt werden. Hilflos sehen Sie sich einer Flut von Schwierigkeiten ausgesetzt, die so für sie überhaupt nicht absehbar waren. Die Folge sind oft teure Reparaturen, Zusatzleistungen und Nachträge. Ihr finanzieller Spielrahmen wird gesprengt. Wenn dann die bauausführende Firma noch Pleite geht, Leistungen fehlerhaft ausgeführt wurden, von Ihnen bezahlt und noch nicht begonnen wurden, dann tritt schnell der finanzielle Super Gau für Sie als Bauherrn ein.

Sie sind am Ende, Sie finden keinen Ausweg mehr, die Welt bricht über Ihnen zusammen? Dann? …dann brauchen Sie Hilfe, eine externe unabhängige Bauberatung. Jemanden der Ihnen einen Ausweg zeigt.

Dieser Ausweg ist dann oft sehr teuer oder sogar nicht mehr möglich, weil das Kind bereits in den sprichwörtlichen Brunnen gefallen ist.

Dabei können Sie das alles vermeiden. Natürlich können Sie nichts dafür, denn 
Bauherren sind meist keine Spezialisten des Bauwesens. Sonst brauchten Sie keine Baufirmen und könnten Ihr Haus selber bauen. Sie brauchen eine unabhängige Hilfe und zwar bevor Fehler auftreten.

Zuerst die Bauberatung, dann die Baubetreuung mit begleitender Bauberatung.

Nehmen Sie meine ausgestreckte Hand an. Langjährigen W. SchusterErfahrungen, vorrangig beim Bau von Einfamilienhäusern, die gebe ich gern an Sie weiter. Denken Sie daran, Schäden können immer vermieden werden und eine unabhängige Bauberatung kostet nur einen Bruchteil der Mängel die durch sie vermieden werden können. 

Ich helfe Ihnen mit einer fachkompetenten Bauberatung. Holen Sie sich durch mich eine zusätzliche Meinung ein und gestalten Sie Ihren Hausbau ab sofort fehlerfrei.

Ich bin gern bereit für Sie sachkundig die anfallenden Leistungen zu prüfen, zu
überprüfen und ggf. korrigierend einzuschreiten. Dadurch können Baufehler
rechtzeitig vermieden oder erkannt und abgestellt werden. Das finanzielle Risiko, das nach Fertigstellung Ihres Hauses aufwändige  Mängelbeseitigungen notwendig, dadurch eine wesentliche Verlängerung der Bauzeit eintritt, vertragliche Terminbindungen überschritten werden und so weitere externe Kosten entstehen, das kann ausgeschlossen werden.