Bauschäden und Baumängel – guter Rat nicht teuer! Teil 3

Auch Architekten sind Menschen und Menschen machen auch Fehler…

img_2092-2Sind Architekten so etwas wie Götter im weißen Kittel?

Architekten gelten in der Regel als unfehlbar und werden selten mit Bauschäden in Verbindung gebracht, aber eben gerade das stimmt nicht.

Viele Vertreter dieser Berufsgattung sind von der eigentlichen Praxisrealität mehr entfernt, als hinlänglich angenommen wird. Sie, die Architekten,  lieben es zu gestalten, sind in ihre Darstellungen, Entwürfe und Farben verliebt.

Die ingenieurtechnische oder gar statisch fundierte Detailplanung ist nicht gerade die Lieblingsstrecke oder Stärke der Architekten. So ist die Feststellung:

„Die Baufehler beginnen in den Köpfen“

mehr als nur eine Behauptung, sondern ist meine begründete Erkenntnis jahrelanger Baubetreuung und Schadensbeurteilung.

Fehlplanung durch Zeitmangel.

Auch auf Grund zu kurz angesetzter  Planungszeiten wird häufig auf die wichtigen Planungsdetails verzichtet. Die Lösung wird dem örtlich tätigen Bauleiter überlassen, der wiederum oft mit der zu knapp gehaltenen Planungsunterlagen, den fehlenden Details absolut überfordert ist.

Baufehler entstehen bereits mit der Planung.

Baufehler können somit die unmittelbare Folge dieser mangelnden „Kopfleistung“ darstellen. Selbst dann wenn die eigentlichen Folgeschäden noch gar nicht eingetreten sind. Die fehlerhafte Planung, resultierende Leistungsbeschreibung werden zum Vertragsbestandteil zwischen dem Planer und Ausführungsbetrieb, falls der Auftragnehmer gegen die Art der Ausführungsplanung keine Bedenken anmeldet.

Bei 1:1 Umsetzung einer fehlerhaften oder lückenhafter Bauplanung ist im Schadensfalle sowohl der Ausführungsbetrieb, als auch der Planer (Architekt) verantwortlich.

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