Durch Bestandsimmobile 50.000 € Strafe

Niedriges Zins-Niveau zwingt Anleger zum Handeln 

Immobilienkauf. Dabei stellt sich der potentielle Immobilien-Anleger die alles entscheidende Frage ob er neu bauen oder eine mutmaßlich fertige Immobilie auf dem freien Markt erwerben will.

Einen ehrlichen Rat für jedermann fällt da schwer. Ob Kauf einer fertigen Immobilie oder Neubau, das ist von der rein subjektiven Situation abhängig.

 

Investoren mit wenig oder gar keiner Erfahrung mit der Anschaffung einer Immobilie, die sollten vor Kaufentscheidungen so oder so eine fachliche Hilfe in Anspruch nehmen. Es mag zwar übersichtlicher und leichter sein eine fertige Immobilie zu erwerben, aber nachher ist man immer schlauer, aber ggf. auch viel ärmer. Das muss nicht sein! Gehen Sie dieses Vorhaben richtig an, dann werden Sie beim Kauf einer Bestandsimmobilie mögliche Folgekosten von vorn herein mit einkalkulieren und die Möglichkeit böser Überraschungen auf ein Minimum reduzieren. Neben den verdeckten Baumängeln oder aber im Laufe der Jahre entstandener Bauschäden können Ihnen auch hierzulande gültige Gesetze das Leben schwer machen.

 

Zum Beispiel schreibt die Energiesparverordnung (EnEV) energetisch begründete Nachrüstpflichten innerhalb von 2 Jahren ab Erwerb eines Hauses vor. Hauskäufer sollten also neben Kosten für die Modernisierung den Aspekt der energetischen Sanierung nicht außer Acht lassen. Neben möglichen kostenaufwendigen Wärmedämmmaßnahmen durch neue Fenster, Fassadendämmung, Putz und Farbanstrich ist nach 30 Jahren Einsatzbetrieb auch der Austausch der Heizungen ob Öl- oder Gastechnik  zwingend vorgeschrieben. Freiliegende oder hängende Warmwasserleitungen müssen nachträglich gedämmt werden. Die oberste Geschoßdecke, in welcher Ausführung auch immer, mit Dachschrägen oder durchgängig eben, müssen wärmedämmmäßig auf den aktuellen Stand gebracht werden. Je nach Geldbeutel kann hier auch das darüber befindliche Kalt Dach zum Warm Dach umfunktioniert werden. Der weitere Ausbau des Dachgeschosses zu Wohnzwecken ist dann in der Regel sehr sinnvoll und nachhaltig. Ausnahmen bestätigen die Regel! So gibt es auch Fälle in denen eine Befreiung von sehr teuren und unwirtschaftlichen Nachrüstpflichten erteilt wird. Der Rat an die Käufer! Informieren Sie sich möglichst extern gerade hinsichtlich des energetischen Zustandes über Ihre Wunschimmobilie. Hilfreich kann hier auch die Vorlage eines Energieausweises sein.

 

Achtung! Die Drohung, dass Ihnen durch unbedachtes Handeln Kosten entstehen besteht immer. Im schlechtesten Fall drohen Ihnen durch den Kauf einer nachrüstungspflichtigen Bestandsimmobilie rein durch die Gesetzgebung (Energiesparverordnung und Energieeinsparungsgesetz (EnEG 2013)) bis zu 50.000 € Bußgeld. Auch über, anfangs erwähnte, mögliche Schäden am Haus sollte man sich mit Hilfe eines Fachmanns Gewissheit verschaffen.

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